Auf Kunstflug mit Paul Klee

17. März 2017

Letzte Tage der Ausstellung "Kunstflug" von "Tourismus dahoam" in der Flugwerft

Noch bis Ende des Monats ist in der Flugwerft Schleißheim die außergewöhnliche Sonderausstellung "Kunstflug" über Paul Klees Leben und Werk zu sehen. Die vom Projekt "Tourismus dahoam" des Tourismusvereins Schleißheim zur Vermittlung der heimischen Kulturschätze an Kinder und Jugendliche und dem Deutschen Museums organisierte Mitmach-Ausstellung zeigt 125 Kunstdrucke Kleescher Werke aus allen Schaffensperioden und lässt an fantasievollen Spielstationen die Bilder erlebbar werden.

Über 50 Schulklassen und Kindergartengruppen haben in speziellen Workshops von "Tourismus dahoam" mit den Kursleiterinnen Brigitte Forstner, Birgit Klaiber-Frik und Irene März bereits ihre eigenen Zugänge zu Klee und seiner einzigartigen Bildsprache erfahren. Schon bei der Eröffnung hatte der Oberschleißheimer Bürgermeister Christian Kuchlbauer über die Ausstellung geschwärmt, es sei "unwahrscheinlich toll, was hier passiert". Und Professor Wolfgang M. Heckl, der Generaldirektor des Deutschen Museums, merkte an, dass es selbst in seinem renommierten Haus so eine Ausstellung "nicht alle Tage" gebe. Aus dem "Zentrum Paul Klee" in Bern war Urs Rietmann, der Leiter des dortigen Kindermuseums "Creaviva", zu Gast in der Flugwerft und hat die Schleißheimer Aufbereitung mit einem beeeindruckten "Chapeau!" kommentiert: "Was hier zum 100. Jubiläum des Wirkens von Paul Klee in der Flugwerft Schleissheim realisiert wurde, ist der eindrückliche Beleg, dass mit Herzblut und trotz bescheidenen finanziellen Mitteln für junge und jüngste Menschen ein eindrückliches Spiel- und Lernfeld geschaffen werden kann". IMG 6955

Klee leistete im Weltkrieg 1916 seinen Militärdienst günf Monate am Flugplatz Schleißheim ab und wohnte zu der Zeit auch an der Dachauer Straße in Oberschleißheim. Zu diesem Jubiläum war die Ausstellung im Dezember eröffnet worden, die vom Berliner "Mach mit!-Museum" für Kinder unter dem Titel "Tausend Punkte treffen sich - der Maler Paul Klee" konzipiert war. Der AK Schule des Tourismusvereins mit Christine Ezzat, Isabelle Herbst, Ingrid Lindbüchl und Klaus Bachhuber hat die Ausstellung aufgebaut und um weitere Begegnungsmöglichkeiten mit Klee ergänzt, vorrangig eine "Schleißheimer Ecke". Hier haben unter anderem Gemeindearchivar Falk Bachter und der Münchner Klee-Experte Joachim Jung auf Basis der Forschungen des Oberschleißheimer Heimatforschers und Klee-Liebhabers Otto Bürger die damalige Wohnung Klees in Bildern und Skizzen rekonstruiert.

In Projektwochen mit der "Sozialen Stadt" Oberschleißheim haben die beiden örtlichen Schulen, die Berglwaldschule und die Grundschule in der Parksiedlung, in vielfältigen Ansätzen das Werk Paul Klees kennengelernt und in beeindruckenden Arbeiten nachempfunden. Von der Hinterglasmalerei über die Collage bis hin zum Basteln von Fingerpuppen, wie sie Klee für seinen Sohn Felix gemacht hatte, reichen die Beschäftigungen der Kinder mit Klee. Auch diese Werke sind als Vorspann zur Ausstellung in der Flugwerft zu sehen. Der Münchner Künstler Joachim Jung, selbst noch persönlich bekannt mit Klees Sohn Felix, publiziert seit längerem über Klees Münchner Zeit. Als Ergänzung zum "Kunstflug" stellt auch er eigene Werke zum Kontext Klee in der Flugwerft aus.

Museumsexperten beim 'Kunstflug'

Bildungsabteilung des Deutschen Museums informierte sich über Ausstellung und Workshops

Weiterhin findet die Paul-Klee-Ausstellung "Kunstflug" des "Tourismus dahoam" mit der Flugwerft des Deutschen Museums überregionale Beachtung. Am Donnerstag hat nun die Bildungsabteilung des Deutschen Museums aus dem Haupthaus in München die Ausstellung besucht. PaulKleeME
Besonders interessierten die Musumspädagogen die begleitenden Workshops, die Brigitte Forstner, Birgit Klaiber-Frik und Irene März im Projekt "Tourismus dahoam" von Tourismusverein und Schulen durchgeführt hatten. Rund 50 Schulen aus der gesamten Region hatten diese Workshops besucht, eine Resonanz, die alle Erwartungen übertroffen hatte.
Zuletzt war auch schon das Museum "Creaviva" aus dem Berner "Zentrum Paul Klee" in der Ausstellung vorstellig geworden.

Die Ausstellung "Kunstflug" ist noch geöffnet bis 31. März täglich von 9 bis 17 Uhr zu den Öffnungszeiten der Flugwerft Schleißheim. Infos über Workshops, Aktionen oder Sonderführungen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder über www.tourismus-schleissheim.de. Die Flugwerft ist erreichbar unter Tel. 089/3157140, www.deutsches-museum.de.