Jumicar

Auf einem 800 Quadratmeter großen Parcours am Rand des olympischen Regattabeckens können Kinder von 6 bis 14 Jahren mit "richtigen" Autos im "richtigen" Straßenverkehr fahren.

Kinder ans Steuer! Der Verkehrsübungsplatz "Jumicar" verbindet Fahrspaß mit Verkehrserziehung

Die "jumicars" (für junior-mini-cars) sind fünf PS stark, laufen mit benzinbetriebenem Viertaktmotor, sind aber für die Nutzung im Straßenverkehr des Regatta-Parcours auf 15 km/h gedrosselt.

Aufgebaut ist mit Gestaltungshilfe durch eine Fahrschule ein Straßenszenario mit Einbahnstraßen, Abzweigungen, Ampeln, Fußgängerüberweg und sogar einem vertrackten Kreisverkehr. Bevor es auf die Strecke geht, erhalten die Kinder erst eine ernsthafte Einweisung in alle nötigen Verkehrsregeln und die Erklärung aller Zeichen auf dem Parcours. "Erst wenn alles verstanden ist, geht's in die Autos", betont Baldrian. Mit dem Partnerbetrieb in Oberösterreich, der dort einen Lehrauftrag an den Schulen hat, ist sie in regem Austausch, um die kindgerechte Informationsvermittlung zu optimieren.

Der erste Griff geht dann an den Sicherheitsgurt - alles wie im richtigen Leben. Gefahren wird mit Gas und Bremse und das soll, ebenfalls wie bei den "Großen", mit dem gleichen Fuß bedient werden. Was den zehn Cabrios von "jumicar" einzig fehlt, ist eine Servolenkung... Schwer zu sagen übrigens, ob die Kids auf der Strecke mehr Spaß haben oder die Eltern beim Zuschauen. Die lockeren Sprüche über die Talente des Nachwuchses sind garantiert.

Die Öffnungszeiten richten sich nach dem Wetter, sind aber jederzeit über die Homepage einsehbar.

In etwa einmal monatlich gibt es eine Prüfung für den Kinderführerschein durch eine Dachauer Fahrschule. Der Ablauf ist wie bei den „Großen“: Erst gibt es Theorieunterricht, dan muss ein Fragebogen ausgefüllt werden und wenn die Theorie bestanden ist, geht es an die Praxis: drei Runden müssen im "jumicar"-Parcours absolviert werden, wenn möglich fehlerfrei. Die bestandenen Führerscheine sind für die Kids absolute Lieblingsstücke, weiß Monika Baldrian, "die sind echt brutal stolz".